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Kernergebnisse:
- Trotz methodischer Herausforderungen bleibt der Generationenbegriff weiterhin ein wichtiges Instrument, um gesellschaftliche Dynamiken zu verstehen.
- Generationenkonflikte entlang von Altersgrenzen werden weniger eine Rolle spielen, als Konflikte entlang sozioökonomischer Faktoren.
- Für Jugendliche spielt bei der Gerechtigkeitswahrnehmungen in Bezug auf das Bildungssystem die Migrationsgeschichte eine größere Rolle als die elterliche Bildung oder der sozioökonomische Status.
- Altern wird heute weniger durch Defizite und starre Altersgrenzen als durch neue Ressourcen und Entwicklungsoffenheit geprägt.
- Die Angst, dass Familienzusammenhalt durch institutionelle Betreuung geschwächt wird, ist unbegründet.
- Krisenszenarien, die einen „Verfall der Familie” prophezeien, erscheinen als unangemessen: die Familie überlebt den gesellschaftlichen Wandel, weil sie selbst eine dynamische und anpassungsfähige soziale Institution ist.
- Ohne Neuordnung der wirtschaftlichen Generationenbeziehungen und intergenerationalen Transfers werden junge und kommende Generationen immer stärker belastet.
- Fortschreitende demografische Alterung setzt die Finanzen eines Umlage-Rentensystems zusehends unter Druck.
- Die relative Unsichtbarkeit der Zeit- und Geldtransfers von Eltern ermöglicht es den Sozialstaaten, ältere Generationen auf Kosten der nächsten Generation von steuerpflichtigen Erwerbstätigen zu finanzieren.
Diese Publikation wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).